Finanzbegriffe - einfach erklÀrt

Finanzbegriffe verwirren Dich? Du fragst Dich was ein Asset ist oder was ETF bedeutet? Keine Sorge du bist nicht allein! Deswegen haben wir Dir ein Glossar mit allen wichtigen Finanzbegriffen zusammengestellt, die kurz und verstÀndlich erklÀrt werden.

A

Ein Anteil am Kapital eines Unternehmens, das an der Börse notiert ist. Inhaber einer Aktie werden somit Teilhaber an dem zugrunde liegenden Unternehmen und erhalten je nach Aktienart Stimmrechte und/oder eine Dividende (GewinnausschĂŒttung).

Das Unternehmen, das die Aktien ausgibt. Eine Aktiengesellschaft (AG) ist eine bestimmte Art der Rechtsform (wie die GmbH oder KG).

KĂ€ufer/Inhaber einer Aktie

Bei einem aktiv gemanagten Fonds entscheidet eine Fondsmanagerin oder ein Fondsmanager darĂŒber, in welche Unternehmen, Branchen, etc. das Geld der Anleger fließen soll. Ziel ist es, besser als der Markt zu sein. FĂŒr diese Arbeit wird u.a. eine GebĂŒhr verlangt.

Siehe Emittent.

Siehe Assetklassen.

Siehe Assetklassen.

Geplanter Anlagezeitraum, ĂŒber den das Geld angelegt werden soll. Je lĂ€nger der Anlagehorizont, desto besser können Kursschwankungen ausgeglichen werden.

Ein verbrieftes Anrecht auf Zinszahlungen: Über einen festen Zeitraum verleiht die Anlegerin einen bestimmten Betrag und erhĂ€lt hierfĂŒr Zinsen. Am Ende der Laufzeit erhĂ€lt sie den investierten Betrag ganz oder teilweise zurĂŒck. Der Herausgeber einer Anleihe kann ein Unternehmen oder auch ein Land sein.

Anlageklassen. Gruppen von Anlagemöglichkeiten mit Àhnlichem Risiko und Rendite. Beispiele sind: Immobilien, Rohstoffe, Aktien, Anleihen.

Aufteilung des Investments auf verschiedene Anlageklassen wie Aktien, ETFs, Immobilien, Anleihen. Die Asset-Allokation kann eine große Auswirkung auf das VerhĂ€ltnis von Risiko und Rendite (Rendite-RisikoProfil) des Portfolios haben.

B

Anlagewerte, die sich in Large Caps (Aktien von großen, etablierten Unternehmen), Mid Caps (Aktien mittelgroßer Unternehmen) und Small Caps (Aktien kleiner Unternehmen) unterteilen und oft in Indizes zu finden sind. Sie gelten als besonders umsatzstark und sind daher sehr beliebt bei Anlegern.

KreditwĂŒrdigkeit/ ZahlungsfĂ€higkeit eines Unternehmens bzw. Staates. Die BonitĂ€t wird durch ein Rating ausgedrĂŒckt. Je besser das Rating, desto besser die BonitĂ€t. Eine gute BonitĂ€t bedeutet also, dass das Ausfallrisiko geringer ist.

Ausfallrisiko, möglicherweise kann ein Unternehmen oder Staat seine Schulden nicht (mehr) zurĂŒckzahlen

Marktplatz, auf dem mit Wertpapieren gehandelt wird.

Ein börsengehandelter Fonds ist an der Börse jederzeit kauf- und verkaufbar. Er wird somit nicht ĂŒber den Emittenten selbst angeboten, sondern ĂŒber den Markt an der Börse.

Im Rahmen der Buy-and-Hold-Strategie wird ein Investment eine lange Zeit gehalten (z.B. 10 oder 20 Jahre) und nicht verkauft.

C

Bei SparplĂ€nen mit regelmĂ€ĂŸigen Einzahlungen gleichbleibender BetrĂ€ge (z.B. monatlich), werden bei fallenden Kursen mehr und bei steigenden Kursen weniger Fondsanteile gekauft. Bei einer langfristigen Anlage können so die Anteile zu einem gĂŒnstigeren Durchschnittspreis erworben werden.

D

Deutscher Aktien Index, der die Wertentwicklung der 30 grĂ¶ĂŸten deutschen (Aktien-)Unternehmen in einem Indix abbildet.

Derivate funktionieren wie ein Vertrag zwischen zwei Parteien, der festlegt, dass ein bestimmter Basiswert zu einem bestimmten Zeitpunkt zu einem im Voraus vereinbarten Preis gekauft werden kann/ muss. Derivative GeschÀfte sind als Kredite einzustufen.

Ein „Konto“ fĂŒr Wertpapiere, das bei einer Depotbank eingerichtet wird, um Wertpapiere zu handeln und zu verwalten.

Auf fremde WÀhrung lautende auslÀndische Zahlungsmittel, z.B. Dollar, Euro, Yen.

Konto-Überziehungskredit, der fĂŒr das Girokonto eingerĂ€umt werden kann.

Siehe Risikoiversifikation.

Teil des Gewinns der Aktiengesellschaft, welcher an die AktionĂ€re ausgeschĂŒttet werden kann. Die AktionĂ€ren partizipieren so am wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens.

E

Herausgeber eines Assets (Aktien, Anleihe). Ein Emittent kann ein Unternehmen oder ein Land sein.

Exchange Traded Funds (ETFs) bilden einen bestimmten Index (z.B. den DAX) und somit dessen Wertentwicklung nach. ETFs werden nicht aktiv von einem Fondsmanager gemanagt, sondern sind passive Fonds, weshalb ETFs vergleichsweise kostengĂŒnstig sind. Im Jahr 2019 wurden weltweit 6.970 ETFs verwaltet. Physisch replizierende ETFs setzen sich aus den gleichen Assetklassen in der gleichen Gewichtung wie der Index, den sie nachbilden, zusammen. Im Gegensatz dazu, sichern synthetisch replizierende ETFs die Wertentwicklung des abzubildenden Index zu. Die ETFs können sich jedoch aus anderen Assetklassen als der Index selbst zusammensetzen, da lediglich der Kursverlauf des Index nachgebildet werden muss.

F

Konto, auf dem Geld ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum (z.B. 10 Jahre) fest angelegt wird. Eine Auszahlung des Geldes vor Ablauf der Laufzeit ist in der Regel nicht möglich. Oft ist dafĂŒr der Zinssatz etwas höher.

Mit einem Fonds werden zeitgleich unterschiedliche Assets erworben. DafĂŒr sammelt ein Fonds Geld mehrerer Anlegerinnen ein, investiert es und streut es dabei auf unterschiedliche Unternehmen, Branchen und LĂ€nder. Es gibt aktiv und passiv gemanagte Fonds (wie z.B. ETFs).

Fondsmanager/innen verwalten das von Anlegerinnen in aktiven Fonds investierte Geld. Ziel ist es, eine höhere Rendite als der Markt zu erwirtschaften

G

Kurzfristige, risikoarme Anlageformen, wie zum Beispiel Termingelder, Festgelder, Sparbuch, Girokonto.

I

Ein Index fasst mehrere Assets mit Àhnlichen Eigenschaften in einer Liste bzw. Gruppe zusammen und zeigt die gemeinsame Wertentwicklung. Es gibt weltweit 3,3 Mio. Indizes und damit mehr Indizes als Aktien.

Siehe „passives Management“.

Verminderung des Geldwertes oder eine Steigung des allgemeinen Preisniveaus, sodass das Geld jÀhrlich an Kaufkraft verliert. Die EuropÀische Zentralbank (EZB) strebt eine jÀhrliche Inflation von knapp unter 2% an.

K

Kennzahl zur Bewertung von Aktiengesellschaften bzw. Aktien, indem der aktuelle Aktienkurs durch den Gewinn je Aktie dividiert wird. Das KGV bezeichnet die Anzahl der Jahre, in denen das Unternehmen bei konstanten Gewinnen seinen Börsenwert verdient hÀtte.

Das Kursrisiko bezeichnet das Risiko fĂŒr Anlegerinnen, zu welchem der Wert einer Geldanlage in Wertpapiere aufgrund von Kursschwankungen sinken kann.

L

FĂ€higkeit eines Unternehmens, seinen Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

M

Auch Börsenwert genannt, ist der (rechnerische) Gesamtwert der Anteile eines börsennotierten Unternehmens. Die Marktkapitalisierung kann nicht nur fĂŒr ein Unternehmen berechnet werden, sondern auch fĂŒr einen ganzen Markt, einen Index oder eine Anleihe.

Siehe VolatilitÀt.

Der MSCI World Index ist ein internationaler Aktienindex, der die Wertentwicklung von 1640 Unternehmen in 23 IndustrielÀndern abbildet.

P

Ziel des passiven Managements ist es, einen bestimmten Ausgangsindex möglichst genau und mit geringen Kosten abzubilden, wie z.B. bei ETFs.

In einem Portfolio ist die gesamte Anzahl an Wertpapieren, die eine Person oder ein Unternehmen besitzt, zusammengefasst.

R

Ziel des passiven Managements ist es, einen bestimmten Ausgangsindex möglichst genau und mit geringen Kosten abzubilden, wie z.B. bei ETFs.

Bezeichnet die Umschichtung eines Portfolios, also den Kauf und Verkauf von ETFs, sodass das Portfolio entsprechend der Anlagestrategie wieder in das gewĂ€hlte Rendite-Risiko-Profil zurĂŒckgefĂŒhrt wird. Dies kann notwendig werden, wenn sich Marktbedingungen, insbesondere die Gewichtung der Anlageklassen zueinander, verĂ€ndert haben. Wichtig: Nur Vermögensverwaltungen nach KWG §32 (Kreditwesengesetz) dĂŒrfen ein Rebalancing durchfĂŒhren. Anbieter ohne diese Zulassung dĂŒrfen das Portfolio nur in seine Ausgangsposition zurĂŒckbringen, welche im Zweifel nicht zu den neuen Marktbedingungen passt.

Als Referenzkonto bezeichnet man z.B. das Girokonto, welches fĂŒr Überweisungen von und zum Depot (fĂŒr den Handel mit Wertpapieren) genutzt wird.

FĂŒr Wertpapiere erhĂ€ltst Du keine Zinsen (ausgenommen festverzinsliche Wertpapiere), sondern eine Rendite. So bezeichnet man den Ertrag einer Geldanlage, der wĂ€hrend eines bestimmten Zeitraumes mit dem investierten Kapital erwirtschaftet wird. Dieser kann sich aus Dividenden (GewinnausschĂŒttungen), aber auch der Wertsteigerung eines Portfolios zusammensetzen.

Das Rendite-Risiko-Profil beschreibt das VerhÀltnis der erwarteten Rendite zum Risiko der Geldanlage. Zwischen dem erwarteten Ertrag einer Anlage und dem Risiko besteht ein positiver Zusammenhang. Je höher das Risiko, desto höher die Ertragschancen.

Kennzahl zur Beurteilung des wirtschaftlichen Erfolgs. Je höher die Rendite, desto rentabler ist das Asset.

Risikostreuung. Strategie zur Minimierung des Gesamtrisikos eines Portfolios, indem das Risiko ĂŒber verschiedene Branchen, LĂ€nder, verschiedene Laufzeiten oder Assetklassen “gestreut”/ diversifiziert wird.

Einstufung von Anlageprodukten in Risikoklassen je nach ihrer möglichen Schwankungsbreite der Wertentwicklung. Die Risikoklasse 1 entspricht dabei dem geringsten Risiko, Risikoklasse 7 steht fĂŒr spekulativ ausgerichtete Anlageprodukte.

Online-Anwendung, die mittels eines Algorithmus Daten analysiert und auf Basis dieser automatische Empfehlungen zur Vermögensanlage gibt.

Risikostreuung. Strategie zur Minimierung des Gesamtrisikos eines Portfolios, indem das Risiko ĂŒber verschiedene Branchen, LĂ€nder, verschiedene Laufzeiten oder Assetklassen “gestreut”/ diversifiziert wird.

S

Mitspracherecht des AktionÀrs bei der Hauptversammlung. Je nach Aktienart kann das Stimmrecht ausgeschlossen sein.

T

Ein verzinstes Konto ohne festgelegte Laufzeit, das ausschließlich der Geldanlage dient und ĂŒber dessen Guthaben die Kontoinhaberin tĂ€glich in beliebiger Höhe verfĂŒgen kann.

V

Festverzinsliche Wertpapiere haben eine feste Laufzeit und (meist) festgeschriebene ZinssÀtze. Beispiele sind Anleihen oder Rentenpapiere.

Die VolatilitĂ€t gibt an, wie stark ein Kurs schwankt. Je höher die VolatilitĂ€t ist, desto grĂ¶ĂŸer sind die AusschlĂ€ge des Kurses (nach oben und nach unten).

W

Urkunde, die die Rechte an einer Anlage verbrieft. Heute werden diese Rechte in der Regel digital, z.B. in Form eines Depots, verbrieft. Ein Geldschein ist ĂŒbrigens auch ein Wertpapier. Ein 10€-Schein verbrieft z.B. das Recht, eine Ware im Gegenwert von 10€ zu erhalten.

Urkunde, die die Rechte an einer Anlage verbrieft. Heute werden diese Rechte in der Regel digital, z.B. in Form eines Depots, verbrieft. Ein Geldschein ist ĂŒbrigens auch ein Wertpapier. Ein 10€-Schein verbrieft z.B. das Recht, eine Ware im Gegenwert von 10€ zu erhalten.

Wertpapiere bilden einen Kurs ab, der zeigt, zu welchem Preis Geld angelegt werden kann. Dieser Kurswert schwankt je nach Nachfrage an dem Wertpapier. Steigt der Kurs, also der Preis des Wertpapiers, spricht man von einer Wertsteigerung.

Siehe Kursrisiko.

Z

Die ErtrĂ€ge einer Kapitalanlage werden nicht ausgezahlt, sondern umgehend wieder reinvestiert. Da somit das Volumen des investierten Kapitals steigt, erhöhen sich wiederum die Ertragschancen. Über den Zeitverlauf tritt so ein Multiplikator-Effekt ein. Dies gilt nicht nur fĂŒr Zinszahlungen, sondern allgemein fĂŒr ErtrĂ€ge einer Kapitalanlage wie z.B. auch Dividenden (Gewinnauszahlungen).

Der Finanz-Service fĂŒr Frauen. In Deutschland, Österreich und der Schweiz.